Produktivität

Wie ein produktiver Tag als Unternehmer aussieht

Ich werde oft gefragt, wie ein Tag als Unternehmer und Familypreneur aussieht und wie man als Unternehmer produktiv arbeitet. Da mich diese Frage schon eine längere Zeit beschäftigt und ich einiges ausprobiert habe um noch produktiver zu sein, zeige ich dir in diesem Artikel, wie mein Tagesablauf heute ausschaut.

Produktiver Tag-Routine

Eine Tagesroutine spielt dabei eine wichtige Rolle um wichtige Aufgaben gezielt zu erledigen und Projekte voran zu treiben. Ich habe mir angewöhnt Arbeiten zusammenzufassen und nach Tagesform (jeder Mensch hat unter dem Tag seine Hoch- und Tiefs) prompt zu erledigen. Dazu gehört eine Menge Disziplin dazu, was sich ein Unternehmer aneignen muss.

Zeit ist kostbar. Zeit ist das Wertvollste, was wir überhaupt besitzen. Darum will ich keine Zeit mit Nebensächlichkeiten verschwenden. Gefühlt sind immer tausende Dinge gleichzeitig zu erledigen. Diese drei Techniken helfen mir den Tag produktiver zu gestalten:

  • Priorisieren
    Was ist wichtig und dringend? Welche Aufgaben MÜSSEN heute erledigt werden? Welche Aufgaben führen zu Umsatz?
  • Pomodoro-Technik
    Die Eieruhr auf 25 Minuten gestellt und konzentriert eine wichtige Aufgabe erledigen, 5 Minuten Pause, dann wieder 25 Minuten konzentriert arbeiten.
  • Pausen
    Das klingt widersprüchlich, dass Pausen helfen produktiver zu arbeiten. Das ist aber so. Denn nur wer mit klarem Geist arbeitet, schafft mehr. Darum immer wieder eine Pause machen und den Kopf entspannen. Pausen in die Tagesroutine einbauen.

Mein Tagesablauf hat sich über die Zeit verändert und musste meine Routine finden. Früher arbeitete ich nachts. Ich musste aber merken, dass ich am frühen Morgen mehr leisten kann. Das ist der Magic Morning. Hier passieren Wunder!

Dein Tagesablauf kann anders aussehen. Es ist nur wichtig, dass der Ablauf in deine Routine übergeht. Nur du kannst beurteilen, ob du produktiv arbeitest.

Hier ist mein typischer Tagesablauf, der sich bei mir bewährt hat:

06.00 Uhr – Magic Morning

Ausgeruht und mit klarem Kopf an die Arbeit. In der ersten Stunde schreibe ich. Sei es Email, Texte, Businesspläne. Die Texte gehen mir frühmorgens einfacher von der Hand. Dann plane ich grob den Tag. Das dauert 5-10 Minuten. Dabei hilft mir der 5-Tagesplan. Das ist der Magic Morning.

07.00 Uhr – Der Tag beginnt

produktiver tag

Jetzt ist es Zeit für ein gesundes Frühstück mit der Familie. Und eine grosse heisse Tasse Kaffee. Danach geht es ab unter die Dusche und danach die Kinder dazu bewegen sich für die Kita fertig machen.

08.30 Uhr – Dringende und wichtige Dinge

In den ersten ein bis zwei Stunden erledige ich die dringenden und wichtigen Aufgaben. Das ist die produktivste Zeit vom ganzen Tag bei mir.

In der zweiten Hälfte bis zur Mittagspause erledige ich vor allem wichtige Besprechungen. Die Gesprächspartner sind noch frisch und die Besprechung läuft produktiv ab.

12.30 – Business-Lunch

Eine längere Pause ohne Notebook und Telefon hilft mir abzuschalten. Gerne verwende ich das Mittagessen um Geschäftsbeziehungen zu pflegen, mich mit interessanten Leuten zu treffen und Erfahrungen auszutauschen. Lunch im Business-Kontext ergibt Business-Lunch.

13.30 – Weiterbildung

Jetzt ist es Zeit meine Skills auszubauen oder neue zu lernen. Zirka ein bis zwei Stunden am Tag (Teil zwei folgt am Abend) verwende ich für die persönliche Entwicklung. Ein Buch lesen über neue Skills, inspirierende Diskussion mit einem Sparringpartner oder ein neues, spannendes Projekt finden.

14.30 – Weiter geht’s

Ich widme mich wieder dem Alltagsgeschäft, arbeite an Präsentationen oder Businessplänen, welche neue Projekte betreffen und baue meine Sichtbarkeit mit Hilfe von Social Media aus (Blogpost, Gastbeitrag, …)

Das ist auch die Zeit für Mentoring, um der Gemeinschaft meinen Teil an Wissen und Erfahrung zurückzugeben. Andere Unternehmer am Anfang und Startups zu unterstützen, sehe ich als meine Pflicht an.

15.30 – Spaziergang

Ein persönliches Tages-Highlight ist der Spaziergang. Frische Luft und Bewegung fördert das Denken. Der  Spaziergang erfüllt für mich zwei Dinge gleichzeitig:

  1. Ich fülle mein 10 000 Tages-Schrittkonto auf.
  2. Ich führe das Audiojournal weiter und lade meine Gedanken ab, die mich nicht weiter zu belasten haben (Braindump).

Für das Audiojournal schalte ich die Aufnahme-App meines Smartphones ein und erzähle, was mir gerade durch den Kopf geht, was mich beschäftigt, was gerade gut und nicht gut läuft. Dies hilft mir einen klaren Gedanken zu fassen. Früher habe ich in mein Moleskin geschrieben, da lässt sich aber schlecht mit einem Spaziergang verbinden.

Zwei bis drei Mal in der Woche nutze ich diese Zeit um Laufen zu gehen und mich gedanklich mit den Herausforderungen zu befassen. Es ist erstaunlich, welche Erkenntnisse ich nach einem fordernden Lauf gewinne.

16.00 – Planen

Die Gedanken sind sortiert und festgehalten. Jetzt geht es an die Planung der weiteren Tage. Ich suche mir die drei höchst priorisierten Aufgaben für den nächsten Tag. Dann überprüfe ich, ob ich noch on-track bin Richtung Ziel. Wenn nicht, kann ich die Richtung korrigieren.

17.00 -Familienzeit

Langsam kommt wieder Leben ins Haus und die Kinder sind von der Kita zurück. Ich schalte den Notebook aus und beende das Arbeiten. Jetzt ist Familienzeit. Zeit für andere Gedanken, mit den Kindern zu spielen oder Arbeiten im Garten zu erledigen. War da nicht noch ein Fahrrad zu reparieren?

20.30 – Zeit für mich

Diese Zeit nutze ich, um mich intensiver mit einem Thema zu befassen. Sei es Investments, Persönlichkeitsentwicklung oder etwas über Unternehmensführung, ich lese dazu ein Fachbuch. Meine Bücherliste wird immer länger. Die Bücher werden mir so schnell nicht ausgehen.

Es kann auch mal vorkommen, dass ich diese Zeit für weiteres Arbeiten am Business nutze, wenn wichtige Termine anstehen. Aber das sollte die Ausnahme sein.

21.30 – Abschalten

Ich schalte den Computer aus, lege das Smartphone weg und mach mich langsam auf den Weg ins Bett.

Mein Geist braucht zirka eine Stunde, um vom Tagesgeschehen runter zu kommen. Diese Cool-Down-Phase brauche ich, um beim Einschlafen keine tausend im Kopf kreisende Gedanken zu haben, die mich am Einschlafen hindern.

Ich lese im Bett vor dem Schlafen ein Roman. Manchmal schaffe ich keine komplette Seite und schlafe ein.

22.30 – Gute Nacht

Es ist Schlafenszeit. Mittlerweile ist auch mein Kopf auf Schlafen eingestellt, meine Gedanken haben sich beruhigt und es steht nicht mehr im Wege für einen erholsamen Schlaf. Für mich sind 7 bis 8 Stunden Schlaf das Optimum, um am nächsten Tag wieder fit für einen produktiven Tag zu sein.

Die Schlafstunden sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich.7-8 Stunden Schlaf ist ein guter Richtwert.

LESE AUCH: 5 ungewöhnliche Life-Hacks zum cleveren Arbeiten (nicht härter)

VERPASSE NICHT: Warum ich Meetings abschaffte und wie ich trotzdem erfolgreich Projekte vorantreibe

Bilder: pixabay.com, ausser Artikelbild von Dominic Franck

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  • Thies Eggers

    Toller Artikel, Dominik!
    Schöne Tipps; mich interessiert: Wie „straight“ hältst Du diese Struktur durch?

    • Danke dir. Ich sehe die Struktur als Zeitblöcke an. Gestern zum Beispiel liess ich den Braindump ausfallen, dafür habe ich mir fest vorgenommen ihn heute zu machen. Aber um 6 Uhr Aufstehen klappt gut. Und in der Stunde schaffe ich eine Menge.

  • Andreas

    Ja, ein wirklich sehr interessanter Artikel. Du hast da eine Routine entwickelt. Aber die Frage, die ich mir (für mich) stelle ist: Will ich so eine Routine? Ich meine, das ist doch das, was ich gerade habe. 5 Tage die Woche das gleiche. 6 Uhr aufstehen, Frühstücken, Kind fertig machen, selber fertig machen, arbeiten gehen, Mittagpause, weiterarbeiten, Feierabend, Abendessen, Mit Kind spielen, Bettfertig machen, kurz entspannen, schlafen. Ich finde,es ist die Routine, die das ganze langweilig macht. Von daher frage ich mich eben, ob eine regelmäßige Änderung eines so strukturierten Ablaufes nicht am Ende besser wäre. Oder ob man gar jeden Tag auf sich zukommen lässt, (vielleicht nicht ganz) ohne Plan.

    • Andreas, jeder Tag ist anders. Die beschriebene Tagesroutine klingt nach Langeweile, das muss ich zugeben. Aber in Wirklichkeit ist es das komplette Gegenteil. Die Zeitblöcke sind für mich Wegweiser. Erinnerung daran, dass ich auch Pause machen soll, planen und nicht nur 200% auf das Tagesgeschäft konzentriert. Wenn du in deinen Tagesablauf schaust, findest du bestimmt auch deine Routine, welche du dir nur nicht bewusst bist ;)
      Danke für den Kommentar :)

      • Andreas

        Danke für die schnelle Antwort. Eben, ich finde eine Routine. Und derer bin ich mir mehr als bewusst. Und genau aus dieser möchte ich ja hinaus. Daher hörte sich Dein Tagesablauf eben auch recht, ich sag mal, eintönig an. Wenn Du es allerdings nur als Wegweiser siehst, dann schaut das ganze ja schon wieder anders aus.

  • Hey Dominic,

    danke für diesen tollen Einblick.

    Ich habe auch gemerkt, dass ich früh morgens eine Menge schaffen kann. Vor allem – wie bei dir auch – im kreativen Schreib-Bereich. Das funktioniert echt super! Zum Glück habe ich „The Miracle Morning“ gelesen und es mal selbst ausprobiert ;-)

    LG,
    Kevin

    • Hi Kevin, danke für dein Feedback. Es hat sich jetzt etwas auf die Nacht verlagert, da die Kinder früh wach werden. Miracle Morning ist echt genial. Beste Grüsse, Dominic

      • Mein Kleiner schläft z.Z. fast immer bis 08:00 Uhr ;-)

        • Du hast e schön :) Ab und zu passiert das bei uns auch…

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About Dominic

Dominic Franck ist Unternehmer und baut das Unternehmen Fairwindel auf. Er schreibt hier über seine Erfahrungen mit dem eigenen Unternehmen und die Vereinbarkeit mit der Familie. Um die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, arbeitet Dominic an seiner finanziellen Bildung.