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Welche Social Media-Plattform für mein Unternehmen?

Zusammenfassung der business-relevanten Social Media-Kanäle

In unserem Unternehmen ist Social Media ein grosses Thema. Aber welche Plattform sollen wir bedienen? Ich muss bei einigen Firmenwebseiten schmunzeln, die mindestens 10 verschiedene Social Media-Plattformen anpreisen. Diese Unternehmen haben den olympischen Gedanken verinnerlicht: dabei sein ist alles. Wenn der letzte (und einzige) Post Geburtstag feiert oder 4 Tweets seit 2 Jahren auf Twitter verharren, zeigt mir dies eine verfehlte Social Media-Strategie.

Um die Bekanntheit einer Marke (oder des Unternehmens) zu vergrössern, rät das Gros der selbsternannten Social Media-Experten auf allen Plattformen aktiv zu sein. Vielleicht stimmt das auch, aber kein Unternehmen, vorallem die KMU’s, haben genügend Geld oder Zeit um jedes soziale Netzwerk zu bedienen. Es gehört nämlich mehr dazu, als nur Texte und Links zu posten. Social Media ist eine Zweiwegekommunikation, sprich Push and pull.
Social Media lässt sich auch hervorragend für die Mitarbeitersuche verwenden und nennt sich Social Recruiting, um es am Rande erwähnt zu haben.


EMPFEHLUNG: Social Recruiting – Als Startup neue Mitarbeiter finden


Ich habe mir einen Übersicht über die sozialen Netzwerke gewünscht. Nach intensiver Recherche bin ich drüben bei TheNextWeb auf einen schönen Artikel gestossen, welcher die verschiedenen Netzwerke aufzeigt.
Falls dein Unternehmen auch ins Social Media-Abenteuer starten möchte, habe ich hier die in meinen Augen wichtigsten Netzwerke in einem Portrait zusammengefasst.

Twitter

Zielgruppe: Alle. Von einer einzelnen (privaten) Person bis zum Grosskonzern.
Das teile ich: Leg einfach los.
Poste, folge und nimm an Diskussionen teil. Direkte Interaktion mit Marken und  Kunden. Sehr hilfreich sind Direktnachrichten.
Post-Häufigkeit: Mehrere Beiträge täglich.

Twitter ist die meistbenutzte Plattform im Social Media (Grafik). Durch Relevanz und Kürze der Tweets erreichst du mehr Follower. Der Schlüssel zum erfolgreichen Gezwitscher ist  die persönliche Note. Mir gefällt der höfliche und rücksichtsvolle Umgang in der Twittergemeinde.

Hilfreiche Tools: Buffer, Hootsuite, Hashtagify
Diese und ähnliche Werkzeuge helfen dir, Posts vorzubereiten und über mehrere Wochen im Voraus zu planen. Somit können Tweets auf mehre Tage verteilt werden, um die Erreichbarkeit deiner Follower zu erhöhen. Diese Tools sind bei der Planung von Post über unterschiedliche Zeitzonen essentiel, um nicht 24/7 zu arbeiten. Genau geplante Tweets sind ein Garant für mehr Follower. Hier möchte ich noch Twtrland erwähnen, um Influencer zu finden, welche Follower pushen. Einfach ausprobieren.

Social Media Organisator twtrland

Ich verwende Hootsuite, ein ganz solides Werkzeug für den Social Media und Blog-Alltag. Bedient neben Twitter auch zum Beispiel LinkedIn, Google+, YouTube, etc. und bietet in der Pro-Version mehr Features. Ein informatives Hootsuite Tutorial vermittelt einen ersten Eindruck des Tools und zeigt, wie man einen in wenigen Schritten starten kann.

Update Hashtagify: Ein sehr nützliches Tool um Hashtags für die Tweets zu finden und zu optimieren. Einfach Hashtag eingeben wie zum Beispiel Startup. Im Table Mode wird der Hashtag analysiert und verwandte Begriffe angezeigt. In unserem Beispiel finden wir zusätzliche Begriffe wie #Entrepreneur und #Business.

 

Facebook

Zielgruppe: Alle. Und deren Grosseltern.
Das teile ich: Über Online-Beiträge, Ereignisse, Werbung.
Post-Häufigkeit: 1-2 x pro Tag.

Facebook ist die beste Plattform um Werbung zu platzieren oder für Geld deine Seite zu promoten, wie Brandeins im Experiment Was bringt Onlinewerbung feststellte. Bei der Gestaltung der Marken Facebookpage ist vorsicht geboten: sie soll nicht wie eine Werbung aussehen. Biete aktiven Inhalt, stelle Fragen, inspirierende Diskussionen, binde die Fans ein. Und biete einen Mehrwert.

Von allen sozialen Netzwerken bietet Facebook den besten Teilungserfolg. Die Antworten zu gestellten Fragen (z.B zu einen Produkt) oder zu interessanten Diskussionen erscheinen dann bei deren Freunden und verteilen sich weiter.

Facebooks grosste Stärke ist der enge Freundeskreis, welcher meist persönlich geprägt ist. Kein soziales Medium bietet diese enorme Populationsverteilung. Zum Teil ist Facebook auch Fluchtpunkt im tristen Arbeitsleben. Nutze aber für deine Posts Zeiten ausserhalb der typischen Peaks (Mittag und Abend), wie hier im Artikel beschrieben. Beobachte deine Posts und Reaktionen. Du wirst deine beste Posting-Zeit finden. Dabei können dir spezialisierte Dienstleister bestimmt helfen, wie zum Beispiel Simpy Measure, Value-of-A-Like oder Google Analytics, welche auch eine Sektion Social Media führt.

Social Media bitly

Hilfreiche Tools: bitly
Der URL-Verkleinerer bitly kann mehr als nur Links schrumpfen. Bei jedem Konvertieren eines Links bietet dir dieses Werkzeug eine Statistik zum generierten Link an (Anzahl Klicks, geografische Verteilung, Klickverteilung, etc.)

Google+

Zielgruppe: Marken und Unternehmen, welche schon die anderen grossen Netzwerke nutzen, B2B-Networking, Blogger.
Das teile ich: Posts sind formeller und professioneller als bei Facebook. Hashtags verwenden, um Sichtbarkeit zu erhöhen.
Post-Häufigkeit: 1-2 x pro Tag.

Google+ ist das jüngste Küken im Social Media und ist eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Facebook. Google+ fällt durch ein klares und einfaches Interface auf, was viel Spass bereitet. Keyword- und Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist ein zentraler Punkt: Verlinke Beiträge auf Google+, welche auf deine Webseite zeigen und die Chance bei Google einer der vorderen Plätze zu gewinnen, erhöht sich enorm.

Hilfreiche Tools: Google Authorship
Bestimmt sind dir die Google Suchergebnisse mit dem Foto daneben schon aufgefallen? Das ist Google Authorship. Ein schönes Werkzeug für Blogger, welches die eigene Sichtbarkeit erhöht.

LinkedIn/Xing

Zielgruppe: Business (vorallem B2B Service Providers), Personalvermittlung, Headhunter und Personen auf Jobsuche.
Das teile ich: Job-Postings, Unternehmensbeschreibungen, Mitarbeitersuche.
Post-Häufigkeit: 2-4 x pro Woche

LinkedIn oder Xing ist das Online-Pendant zum traditionellen Networking in Pre-Internet und Offline-Welt. Menschen verbinden sich mit Menschen. That’s it!

Die Präsenz als Unternehmen ist essentiell und dazu gehört eine Unternehmensbeschreibung. Aber Netzwerk deiner Mitarbeiter und deren Kontakte ist der wertvollste Inhalt auf LinkedIn. Darum stelle sicher, dass die Personen in deiner Organisation professionell, on-brand und angemessen auftreten und das Image der Firma nicht leidet. Du musst dir immer bewusst sein, dass nirgendwo-anders Mitarbeiter mit Mitarbeiter so einfach und direkt verlinkt sind wie bei LinkedIn.

Unternehmen, die Kunden suchen oder Personen auf Jobsuche sollten ihr LinkedIn-Netzwerk ausbauen, indem sie echte Bekannte zu LinkedIn hinzufügen. Nutze auch Personen, welche über den zweiten und dritten Grad mit dir bekannt sind. Frage Freunde und Bekannte, dich ihnen vorzustellen. In den Unternehmensseiten kannst du vielleicht hilfreiche Infos finden, oder neue Kontakte. Nutze die Weiten des Internets. Aber bleibe immer auf die echten (offline) Connections fokussiert.

Xing erscheint mir aufgeräumter und finde mich intuitiv zurecht, was mir bei LinkedIn schwerer fällt. Erfahrungsgemäss ist die Tech-Branche eher auf Xing anzutreffen, hingegen die Naturwissenschaften tummeln sich eher auf LinkedIn. Frage einfach deine Geschäftspartner  ob sie eher bei Xing oder LinkedIn anzutreffen sind und richte dich nach ihren Bedürfnissen.

Top Tipp: LinkedIn teilt mehr von deinen elektronische Brotkrümel als andere Netzwerke. Nutzer, die bezahlen, haben einen tieferen Einblick in ihre Statistiken und können zum Beispiel sehen, wer ihr Profil angeschaut hat. Falls du eine mehr über deine Konkurrenten erfahren willst oder schaust dich vorbeugend auf dem Jobmarkt um, hoffe lieber, dass dein Chef nichts davon mitkriegt. Versuche stattdessen lieber eine Google-Suche über die Person oder Unternehmen bei LinkedIn.

YouTube

Zielgruppe: Marken mit Videoinhalt und Videowerbung, alle die Anleitungen und und Videobewertungen zu einem Produkt teilen möchten.
Das teile ich: kurzer (max. 1.5 Minuten) Videoinhalt
Post-Häufigkeit: 1-2 x pro Woche

YouTube gehört zu Google und wird bei einer Google-Suche, Überraschung! bevorzugt behandelt, wie das mit Google+ auch der Fall ist. Bei der Namensgebung und Beschreibung der Videos solltest du dies unbedingt berücksichtigen. Dies kannst du dann benutzen, um zum Beispiel interessierte Kunden auf deine Marken- oder Unternehmens-Page zu führen. Die oben erwähnten Teenager wollen mehr machen als nur Liken; sie nutzen eher Video-basierte Dienste wie Vine oder YouTube. Also hole sie (die Kunden der Zukunft) hier ab!

Social Media mit YouTube

Top Tipp: Binde ein Subscription Widget oder ein Link zu deiner Webseite ein. Dies hilft dir dein Unternehmen, Marke oder Produkt besser zu vermarkten. Wie kann es anders sein, ein YouTube-Video erklärt dir alles im Comic-Stil.

Fehlt dir noch ein wichtiges Social Media mit dem du super Erfahrung gemacht hast? Wir würden uns freuen, wenn du diese mit uns in den Kommentaren teilen würdest.

AUCH INTERESSANT: Webseite bekannt machen – wie geht das?

LESE AUCH: Diese 10 Tools lassen dich produktiver arbeiten als Familypreneur

Interessante Links:
Hier gehen Teenager hin anstatt zu Facebook (Forbes)
> Onlinewerbung – Was geht? (Brand Eins)
> US-Senioren stürmen Facebook (Spiegel)
> Social Media-Plattformen im Vergleich (webpixelkonsum)
> Hootsuite Tutorial #1 (Youtube)

Bilder: Bildschirmfoto der jeweiligen Webseite

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Dominic Franck ist Unternehmer und baut das Unternehmen Fairwindel auf. Er schreibt hier über seine Erfahrungen mit dem eigenen Unternehmen und die Vereinbarkeit mit der Familie. Um die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, arbeitet Dominic an seiner finanziellen Bildung.